15.09.2017

Rückdatierung von AU-Bescheinigungen


Die Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) über die Beurteilung der Arbeitsunfähigkeit und die Maßnahmen zur stufenweisen Wiedereingliederung regelt u.a., wie und unter welchen Voraussetzungen AU-Bescheinigungen durch Vertragsärzte ausgestellt werden dürfen. Nach dieser Richtlinie soll eine Arbeitsunfähigkeit für eine vor der ersten ärztlichen Inanspruchnahme liegende Zeit grundsätzlich nicht bescheinigt werden. Allerdings lässt die Richtlinie in Ausnahmefällen eine Rückdatierung des Beginns der Arbeitsunfähigkeit auf einen vor dem Behandlungstermin liegenden Tag zu. Dies darf allerdings nur nach gewissenhafter Prüfung durch den Vertragsarzt erfolgen. Den Zeitraum für die Rückdatierung hat der gemeinsame Bundesausschuss mit Beschluss vom 17.12.2015 um einen Tag erweitert. Danach ist nunmehr seit dem 04.03.2016 eine Rückdatierung bis zu drei Tagen zulässig. Damit wollte der GBA gewährleisten, dass eine Arbeitsunfähigkeit etwa für den Zeit-raum der Notfallversorgung am Wochenende bescheinigt werden kann.